Besetzung:

Sad: Claudio Altese
Vater: Kaisar al Hussin

Inszenierung: Christian Suhr

Spieldauer: 80 Minuten (keine Pause)

PRESSETICKETS

Dreck

von Robert Schneider

Er heißt Sad, und er ist Araber - Iraker. Student der deutschen Geschichte und Literatur – geflohen vor dem Krieg in seiner Heimat – auf Umwegen gelandet im Land seiner Träume: Deutschland.

Hier ist er nun: Illegal – ohne Aufenthaltsgenehmigung. Heimlich untergekommen bei dem Ägypter Nabil, verkauft er schließlich Rosen: „Für alle Liebenden“ …

Doch irgendwann geht er nicht mehr vor die Tür. Wo ist Nabil? Albträume plagen ihn – den Rosenverkäufer, der sich nicht mehr auf die Straße traut …

Er beginnt, zu phantasieren: Ein Gespräch mit DEN DEUTSCHEN …
So sehr ist der Haß der Inländer in ihm Fleisch geworden, dass er ihn gegen sich selbst richtet. Es stimmt, sagt er, ich bin dreckig. Ich wasche meine Hände, aber ich bleibe dreckig. Sein Reden steigert sich, wird leidenschaftlich und verzweifelt. Er redet und schreit um sein Leben. Er wird zum Nazi – und kämpft um eine HEIMAT …

Welche?

Fotos: Robert Heiler