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mit
Claudio Altese
Valerie Bolzano
Willi Forwick

Finn Hanssen
Beate Krist
Oliver-Kai Müller
Mélanie Linzer
Harald Preis
Verena Specht-Ronique
Christian Suhr

Regie:
Christian Suhr

 

PREMIERE am 17.8. 2011 im Schloß Dornberg (Groß-Gerau)
 

DER GEIZIGE

Komödie von Molière

PRESSE-KRITIK I PRESSE-KRITIK 2

«Ich will, daß alle Welt hängt! – Und finde ich mein Geld nicht wieder, hänge ich mich selbst dazu!»

Wieder ein Molière-Klassiker – passend zur aktuellen Zeitgeschichte: Während wir im vergangenen Jahr mit dem „Eingebildeten Kranken“ eine etwas andere Art der "Gesundheitsreform zeigen konnten, liefert in diesem Jahr „Der Geizige“ humorvolle Parallelen zur jüngsten Finanzkrise, ohne den Text der genialen Komödie aus dem 17. Jahrhundert verändern zu müssen.  

Molière gilt als Erfinder der Charakterkomödie. Mit seinen Klassikern machte er die Komödie zu einer der Tragödie potenziell gleichwertigen Gattung. Vor allem erhob er das Theater zum Diskussionsforum für die Probleme „richtigen“ und „falschen“ Verhaltens in der Gesellschaft seiner Zeit. Diese gesellschaftliche Relevanz liegt auch dem Ensemble der Riedstädter Büchnerbühne besonders am Herzen, wie das bisherige Repertoire belegt.

 Molières Stück „Der Geizige“ erzählt mit beißendem Witz von den unerfreulichen Folgen der krankhaften Besitzgier und ihrer Überwindung durch zwei junge Liebespaare. Der Geiz scheint als Charaktereigenschaft heute ein besonderes Phänomen in der modernen westlichen Gesellschaft zu sein. Hingegen gehörte im katholischen Christentum die Avaritia, der Geiz, die Habsucht, noch als zweite zu den sieben Hauptlastern, die als die Wurzeln von Todsünden betrachtet wurden.

 Molière führt uns jenseits aller Religion vor, dass Geiz eben nicht „geil“ ist, sondern in seiner krankhaften Zuspitzung des menschlichen Besitztriebes zutiefst lebensfeindliche Züge trägt. Seine brillante Charakterisierung der Titelfigur hat es im 19. Jahrhundert sogar in Meyers Konversationslexikon zum Thema Geiz gebracht.

 Die Inszenierung interessiert sich hauptsächlich für die Ursachen der Angst, welche alle Figuren bis zur Selbstverleugnung umtreibt: Harpagon fürchtet, ständig betrogen zu werden und sein Geld zu verlieren, die Liebenden fürchten, ihm gegenüber ihre Gefühle zu offenbaren, die Bediensteten fürchten um ihren Arbeitsplatz - Jeder misstraut dem andern. Alle spielen sie mehr oder weniger geschickt Theater, und merken nicht, wie sie im Laufe der Handlung ihre eigentlichen Ziele und Bedürfnisse immer mehr aus den Augen verlieren - seit Jahrhunderten zur großen Freude des Publikums. Erhält es doch Gelegenheit, sich in den eingebildeten oder tatsächlichen Finanz- und Gefühlskrisen der Akteure auf höchst unterhaltsame Weise zu spiegeln.

In dieser Tradition präsentieren wir Ihnen - gerade in Zeiten sogenannter „globaler Finanzkrisen“ - einen komödiantischen Spiegel, in dem wir uns verschreckt und belustigt zugleich vielleicht zuweilen selbst erblicken können...

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> DER GEIZIGE-Inhaltsangabe

 

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Max Schreck als
DER GEIZIGE

 

> Geiz

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