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Christian Suhr

Unkostenbeitrag 3,- €

 

"Der West-Östliche Divan" von Johann Wolfgang Goethe

Der geheime Rat und die Muslime

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Im Alter von 65 Jahren las Goethe erstmals Gedichte des persischen Dichters Hafis, den er sehr bewunderte. Er attestierte ihm eine 'Übersicht des Weltwesens' und betrachtete sich fortan als seinen 'Zwilling'. Sein Westöstlicher Divan (erstmals erschienen 1819 - erweitert 1827) ist eine Hommage an den persischen Lyriker wie auch ein poetisches Zwiegespräch über die Länder und Jahrhunderte hinweg.

Goethe war sehr am Islam interessiert. Das lyrische Ich des West-östlichen Divans ist muslimisch, und in dem Werk werden muslimische Lehrmeinungen vorgestellt.

 

„Wer sich selbst und andere kennt,

Wird auch hier erkennen:

Orient und Okzident

Sind nicht mehr zu trennen.“

 

„Und mag die ganze Welt versinken,

Hafis, mit dir, mit dir allein

Will ich wetteifern! Lust und Pein

Sei uns, den Zwillingen, gemein!

Wie du zu lieben und zu trinken,

Das soll mein Stolz, mein Leben sein.“

 

Das Hafis-Goethe-Denkmal in Weimar

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Eingeweiht im Jahr 2000 durch die Präsidenten Irans und Deutschlands, Mohammad Chātami und Johannes Rau, erinnern die zwei Stühle an die Begegnung Goethes mit dem Werk des persischen Nationaldichters Hafis (1326–1390). Ein Symbol für kulturelle Toleranz. Es handelt sich hierbei um eine Schenkung der UNESCO an die Stiftung Weimarer Klassik.

 

Mohammad Shams al-Din Hafez

 

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Diwan von Hafiz, Miniaturmalerei, Persien, 1585

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