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mit

Ursula Stampfli

 

Unkostenbeitrag 3,- €

 

am Sonntag, den 12.6.2011

um 16:00

 

WIR TÖTEN STELLA Marlen Haushofer

 

Erzählung 1958 - von Marlen Haushofer  

In der Novelle "Wir töten Stella" schreibt Anna die Geschichte der neunzehnjährigen Stella, die, als sie auf Wunsch ihrer Mutter einige Zeit bei Anna und ihrer Familie in der Großstadt verbrachte, von Annas Mann Richard verführt und dann fallen gelassen wurde.

Daraufhin beging Stella Selbstmord, indem sie sich vor einen Lastwagen warf. Anna ist sich ihrer Mitschuld an diesem tragischen Geschehen bewusst und versucht, durch das Niederschreiben der Geschichte ihre Seele zu reinigen. Ihren Mann Richard, einen angesehenen Rechtsanwalt, versieht sie mit einer Reihe von negativen Attributen wie Gewaltmensch, Gesetzesbrecher, Räuber, Mörder, Teufel, Verräter oder Lügner. Er ist in ihren Augen ein rücksichtsloser Eroberer, der sich nach außen hin den Anschein eine fürsorglichen Familienvaters gibt, und sie ist das Opfer seiner gewaltvollen Handlungen.
 

Marlen Haushofer ist eine Repräsentantin der jungen Generation der österreichischen Literaten nach 1945.
Nach ihrem Tod im Jahr 1970 wurde es still um ihre literarischen Werke. Erst mit der Neuauflage von "Die Wand" 1983 schenkte man ihrem literarischen Schaffen, wieder mehr Aufmerksamkeit.
Da Marlen Haushofer neben Ingeborg Bachmann als präfeministische Autorin galt, wandte sich auch die literaturwissenschaftliche Forschung verstärkt der Interpretation ihrer Werke zu.

 

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Marlen Haushofer
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