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mit

Christian Suhr

& Günter Fischer

Unkostenbeitrag 3,- €

 

AUF EINE ZIGARETTE MIT HELMUT SCHMIDT Giovanni di Lorenzo

 

Politik, Privates und erlebte Geschichte -

Gespräche mit dem berühmtesten Raucher der Republik

"Helmut Schmidt raucht ja nicht nur Zigaretten. Jedes Mal bringt er Schnupftabak mit und trinkt dazu Kaffee mit Milch und extra viel Zucker. Unsereins würde angesichts dieser Dröhnung wie Rumpelstilzchen durch die Flure hüpfen. Schmidt dagegen ist dann überhaupt erst auf Betriebstemperatur." (Giovanni di Lorenzo im "Spiegel" vom 28. April 2008)

Seit anderthalb Jahren bittet Giovanni di Lorenzo den Altkanzler jeden Freitagmittag auf eine Zigarette in sein Büro am Hamburger Speersort. Dann beginnt das Wortgefecht, ein Wechselspiel von Zeigen und Verbergen, Provozieren und Zurechtweisen, Anschauung und Analyse, das inzwischen mehr als eine Million alter wie junger Leser der "Zeit" begeistert: Viele von ihnen beginnen die Lektüre ihres Blattes jede Woche mit dem Magazin - ganz hinten auf der letzten Seite. Die Interviews dauern mal zehn Minuten, mal auch eine Stunde, und danach bleiben dieFenster im Büro des Chefredakteurs immer übers ganze Wochenende geöffnet. Damit sich der Rauch verzieht. Übrig bleibt eine einzigartige Mischung aus Politischem, Privatem und erlebter Geschichte: von Schmidts Wut auf Investmentbanker über den Walzer, den er einst mit Gracia Patricia tanzte, bis hin zu seiner Schulzeit mit Loki.

Es gibt keinen zweiten Politiker in Deutschland, von dem man dergleichen so gern lesen möchte. Doch Helmut Schmidt ist nicht nur der berühmteste Raucher der Republik, er ist ein Zeuge des 20. Jahrhunderts, dessen Autorität bis heute ungebrochen ist. Hier leistet sich noch jemand ganz furchtlos eine Meinung - manchmal brachial vorgetragen, meistens aber mit diskretem hanseatischen Charme. "Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt" - die schönsten Gespräche zum Schluss der "Zeit"-Serie, ergänzt durch einige bislang unveröffentlichte Interviews.

AUSZUG:

"Nun steht Ihr schöner Satz im Raum: Ich lasse mir von niemandem das Rauchen verbieten."
 

- "Das bleibt auch so."
 

"Aber gegen das Gesetz verstoßen wollen Sie auch nicht?"
 

- "Dem Gesetz muss man gehorchen. Immerhin haben es die Parlamente beschlossen."
 

"Hat es Sie getroffen, dass Sie angezeigt wurden?"
 

- "Nee, wir haben darüber gelacht."
 

"Hatten Sie nicht auch Sorge um Ihren Ruf? Sie sind ein Vorbild."
 

- "Nein, ich bin kein öffentliches Vorbild."
 

"Jetzt stapeln Sie wirklich zu tief."
 

- "Nein, im Ernst: Politiker sollen auf Ihrem Felde Vorbild sein, aber nicht auf sämtlichen Feldern menschlichen Lebens. Das ist zu viel verlangt."

 

PRESSE:

"Der Charme dieser bemerkenswert lesenswerten Kurzinterviews mit dem Politiker resultiert zum einen aus Helmut Schmidts an Winston Churchill heranreichenden Hang zum knötterigen, aber klaren Wort, zum anderen aus den Nehmerqualitäten des wackeren Fragenstellers." Denis Scheck, Der Tagesspiegel
 


"Diese kleinen, wunderbaren, eitlen, subversiven, überraschenden, oft politisch und zeithistorisch bemerkenswerten und sehr unterhaltsamen Interviews gibt es jetzt dankenswerterweise als Buch." Evelyn Roll, Süddeutsche Zeitung
 


"Der Schmidt-Sound tritt einem hier in höchster Reduziertheit, also besonders klar und lapidar entgegen. In der Kürze liegt Schmidts Würze, und also hat man für ihn ein eigenes Genre erfunden: Gespräche in Zigarettenlänge." Christian Geyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

 

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Helmut Schmidt, geboren 1918 in Hamburg

1961-1965 Innensenator in Hamburg

1966-1969 Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag

1969-1972 Verteidigungsminister

1972 Bundeswirtschafts- und Finanzminister

1972-1974 Bundesfinanzminister

1974 bis 1982 Bundeskanzler

Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt ist er Mitherausgeber der Wochenzeitung 'Die Zeit'.

HELMUT SCHMIDT
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